Wie Du Dein Gedankenkarussell in den Griff bekommst – Sorgenfreier und entspannter Leben in drei Schritten

Am Tag haben wir ca. 60.000 Gedanken. Davon laufen ca. 70% unterbewusst ab. Das ist schon eine enorme Menge! Ständig denken wir über alles Mögliche nach. Meistens sind es jedoch die negativen Gedanken, Ängste und Sorgen, die uns beschäftigen. Diese Gedanken schwirren in unserem Kopf herum und können Dich ganz schön belasten. Kennst Du das Gefühl, wenn Dein Gedankenkarussell sich ständig schneller und schneller dreht? Du empfindest Stress und hast das Gefühl das alles über Deinen Kopf wächst?

Fakt ist: Das endlose „darüber nachdenken“ bringt Dich absolut nicht weiter. Dich ziehen negative Gedanken, Ängste und Sorgen in eine Negativspirale. Dies kann Kopfschmerzen, Verspannungen und Schlafstörungen auslösen. Gerade am Abend fällt es vielen Menschen schwer in den wohlverdienten Schlaf zu sinken, da ständig neue Gedanken in den Kopf schießen. Heute möchte ich Dich inspirieren, wie Du mehr Ruhe in Deinen Kopf bekommst, um sorgenfrei und entspannt zu Leben und natürlich auch zu Schlafen 🙂 .
*Am Ende findest Du noch ein pdf zum Download, damit Du Tag für Tag üben kannst!

Die Erklärung

Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für Dich.
Die schlechte zuerst: Du wirst es nie schaffen, all Deine Gedanken zu kontrollieren.
Und die gute Nachricht: Das musst Du auch gar nicht!

Wirklich anhalten und ausblenden können wir unsere Gedanken im Kopf nicht. Das Ganze hat seinen Ursprung in unserer Evolution. Es hat einen Grund, weshalb wir negative Gedanken, Ängste und Sorgen im Kopf haben. Evolutionsbedingt denken wir eher an negative als an positive Sachen. Wir haben eher Sorgen und Ängste im Kopf, als Freude und Spaß. Warum ist das so?
Der Grund ist, dass unser Bewusstsein früher eher auf negative Ereignisse fixiert war, die unser Überleben gefährden könnten. Ängste und Sorgen wollten uns vor einer möglichen Gefahr schützen. Früher war unser Überleben oft gefährdet und wir mussten ständig auf der Hut sein. Das Klima, der Säbelzahntiger, Hungersnot oder Naturkatastrophen konnten uns jederzeit überraschen und unseren Tod bedeuten. Alles Unbekannte machte uns Angst und bereitete Sorgen, da wir nicht einschätzen konnten, ob es gut für uns ist. Dieser Fokus ist noch tief in uns drin, allerdings müssen wir in der jetzigen Zeit nicht mehr vor einem Säbelzahntiger fliehen.

Dennoch gibt es Situationen, die uns gefährden können, weshalb unser Fokus immer wieder auf etwas Negativem liegt und wir uns Sorgen machen und Ängste haben. Dies ist also komplett normal und völlig natürlich. Du bist also nicht verrückt oder „komisch“, sondern ganz normal. Jeder hat verschiedenste Gedanken, Ängste und Sorgen im Kopf. Du kannst damit lernen umzugehen. Es gibt viele Tools und Tipps, wie Du eine Veränderung hin zum Positiven vornehmen und Dein Gedankenkarussell verlangsamen kannst.

Die Lösung

Endloses Grübeln über Situationen, Probleme und Sorgen bringen Dich nicht weiter. Es kostet unglaublich viel Energie und macht Dich unglücklich. Wenn Du nach 5 Minuten Grübeln nicht weiter kommst, liegt das daran, dass belastende Gedanken sehr schnell in deinem Gehirn hin und her wechseln. Sie kreisen ständig in deinem Kopf. Dabei kommt es Dir vor, als würden es immer mehr Gedanken werden. Dem ist allerdings nicht so. Dieses Kopfzerbrechen ist meist nur einem oder zwei ursprünglichen Gedanken geschuldet, die nicht zu Ende gedacht werden und sich somit im Kreis drehen.

Folgende drei Schritte helfen Dir, das Kopfzerbrechen zu stoppen.
Die sinnlosen Grübeleien können nach und nach minimiert werden.

Dein Gedankenkarussell ist in Deinem Kopf. Niemand außer Dir kann etwas verändern. Der Schlüssel bist Du und Du kannst Dir auch selbst helfen. Unterstützung kann Dir hier nützlich sein. Suche Dir doch einen Freund, eine Freundin oder jemanden aus Deiner Familie, mit dem/mit der Du diese Tools üben kannst.

1. Bewusstsein

Erst wenn Du Dir Deiner Gedanken bewusst bist, kannst Du sie ändern. Der erste Schritt ist es also, Dich dabei zu ertappen, wenn Du im Gedankenkarussell gefangen bist. Ärger Dich nicht darüber sondern sei froh, dass Du es gemerkt hast. Denn genau hier kannst Du ansetzen und etwas verändern.

Ablenkungen helfen meistens nicht, denn die Gedanken kommen immer und immer wieder. Gefühlt werden sie auch dann immer mehr. Spätestens abends, wenn man zur Ruhe kommt sind die Gedanken dann wieder im Kopf und Dir fällt das einschlafen schwer.
Also: Beobachte Deine Gedanken und mach sie Dir als erstes bewusst.
Info: Kontrollversuche der Gedanken sind kontraproduktiv. Versuche nicht diese Gedanken nicht zu denken, denn das steigert nur die Häufigkeit und Intensität solcher Gedanken/Sorgen oder Ängsten.

2. Raus aus Deinem Kopf

Nun sind Dir Deine Gedanken bewusst und Du kannst etwas tun. Im zweiten Schritt schreibe Deine Gedanken auf. Auch wenn das zunächst seltsam erscheint sie nur „aufzuschreiben“, schreibe Dir Deine Gedanken wirklich Wort für Wort auf. Notiere Dir alles, was in Deinem Kopf kreist. Nun kannst du Deine Gedanken analysieren.  

Über was genau machst Du Dir Gedanken?
Machst Du Dir vielleicht Gedanken über die Vergangenheit?
Das ist ein oft genanntes Problem. Die Vergangenheit ist vergangen. Du kannst sie nicht mehr ändern. Lasse die Vergangenheit los und lerne aus ihr. Wir können daraus nur lernen und die Erfahrung mitnehmen. Rückgängig machen können wir nichts. Akzeptiere die Vergangenheit daher so, wie sie ist.

Machst Du Dir vielleicht Gedanken über die Zukunft?
Oft machen wir uns Sorgen um die Zukunft. Die Zukunft existiert noch nicht. 80% der Sorgen, die Du Dir über die Zukunft machst, treten niemals ein. Und um die 20% die eintreten, kannst Du Dir auch noch Gedanken machen, wenn die Zukunft da ist.

Machst Du Dir vielleicht Gedanken was andere über Dich denken?
Puh, auch das ist oft ein Gedankenchaos im Kopf. Du zerbrichst Dir den Kopf, was andere über Dich denken, doch die Anderen machen sich meist die gleichen Gedanken. Sie sind selbst mit ihren Gedanken beschäftigt und haben meist keine Zeit sich noch über dich Gedanken zu machen.     

Analysiere genau, welche Gedanken in Deinem Kopf sind. Ein Großteil Deiner Gedanken sind mit Sicherheit die oben genannten. Schreibe die Gedanken auf und ziehe sie aus Deinem Kopf. Du wirst merken, dass es nicht 1000 Gedanken sind, sondern eher eine Situation, um die sich viele Gedanken kreisen.  
Nun hast Du den ersten Schritt geschafft. Durch das bewusst werden und aufschreiben verlangsamst Du die Gedanken schon. Damit verspürst Du eine enorme Erleichterung in Deinem Kopf und kommst mehr und mehr zur Ruhe.

3. Lösungssuche

Lösungsorientierung: Zu jedem „Problem“ gibt es eine Lösung. Das Wort Problem kommt übrigens aus dem griechischen und bedeutet Herausforderung. Dieses Wort finde ich viel positiver. Also zu jeder Herausforderung gibt es eine Lösung. Genau das ist der Schlüssel. Sobald Du Dir deine Gedanken, Sorgen und Ängste aufgeschrieben hast, beschäftige Dich mit der Lösung.

Oft stellen wir uns diese Fragen: „Warum passiert mir das schon wieder!?“, „Warum finde ich keinen Partner?“ „Warum habe ich finanzielle Probleme?“. Auf Warum-Fragen kann unser Gehirn allerdings nicht antworten und hat selten eine Antwort parat. Es gibt nicht den einen Grund für ein Warum und genau deshalb, halten uns diese Fragen in der Endlosschleife.

Setze genau hier an. Frage Dich:
Was kann ich tun um meine Herausforderung zu lösen?
Damit fokussierst Du Dein Gehirn auf eine Frage und regst eine Ideensuche an. Nach Lösungen zu suchen ist sinnvoll und hilft Dir nicht im Gedankenchaos unterzugehen. Du kannst mit Was- und Wie-Fragen viele Lösungsansätze finden und so das Gedankenkarussell verlassen.

Nicht nur Deine Sorgen und Ängste werden weniger sondern auch die Gedanken, die sich immer wieder um Herausforderungen drehen. Durch den lösungsorientierten Fokus wirst Du mehr und mehr leichter und entspannter leben. Vielleicht stellst Du sogar fest, dass die Sorgen und Herausforderungen überhaupt nicht realistisch sind und Du sie somit komplett streichen kannst 🙂 . So ging es mir auch schon einige Male.

Üben, üben, üben

Setze diese drei Schritte um und Du merkst wie nach und nach Dein Gedankenkarussell weniger wird und Du immer mehr lösungsorientiert denkst. Üben ist hier der Schlüssel, denn neue Verhaltensweisen benötigen Zeit und Geduld, bis sie ihre Wirkung zeigen.
Glaub mir, nach einiger Zeit, funktioniert das Umdenken immer besser 🙂 .
Anbei ein pdf zum täglichen trainieren der drei Schritte.

Bei Fragen oder Wünschen zur Unterstützung, melde Dich gerne bei mir. Auch im Coaching sind diese Themen immer wieder im Fokus und es gibt viele Tools und Techniken, die Dich dabei unterstützen können aus dem Gedankenchaos auszusteigen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei! Deine Robin


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